Autogas-Anlagen Unterschiede
Schon der Erfinder des Otto-Motors, Nikolaus Otto, hat vor rund hundert Jahren die hervorragenden Verbrennungseigenschaften von Gas erkannt. Schon seit den dreißiger Jahren werden in den Vereinigten Staaten Autos mit Gasmotoren hergestellt. Nach dem 1970 durch die Ölkrise der erste Absatzrekord für autogasbetriebene Fahrzeuge zu verzeichnen war, fahren nun weltweit rund vier Millionen Fahrzeuge dieser Art.
Es werden zwei von einander verschiedene Gastechnologien angeboten, die auch nicht miteinander verbunden werden können. Zum einen ist es das LPG (Liquefied Petroleum Gas), das so genannte Autogas und zum anderen gibt es das CNG (Compressed Natural Gas), das Erdgas.
Bei den LPG-Anlagen werden heutzutage vier Generationen angeboten. Die Auswahl der Anlage richtet sich nach dem im Fahrzeug vorhandenen Treibstoffversorgungssystem. Hier lassen sich zwischen Vergasermotoren und Einspritzmotoren mit und ohne Lamdasonde unterscheiden. Dadurch ergeben sich wesentliche Unterschiede in den Umrüstkomponenten am Motor. Diese müssen auf das Versorgungssystem abgestimmt sein. Die Anlage außerhalb des Motorenraumes, wie Einfüllstutzen, Tank und Leitungssystem sind bei allen Generationen gleich.
Beim Umrüsten auf Gasantrieb ist es auch von Bedeutung, ob sich für eine monovalente oder bivalente Antriebsart entschieden wird. Bei der monovalenten Version wird das Auto lediglich durch Gas angetrieben, wo hingegen bei der bivalenten Version neben dem Gastank auch noch der Benzintank zur Verfügung steht.
Normalerweise wird eine Umrüstung auf die bivalente Variante empfohlen, bei der auch während der Fahrt per Knopfdruck zwischen beiden Kraftstoffen gewählt werden kann. Neben dem Vorteil einer größeren Reichweite kann die Fahrt mit Benzin fortgeführt werden, falls das Gas verbraucht ist und keine Gastankstelle angefahren werden kann. Da bei dem bivalenten Antrieb allerdings zwei Tanks befüllt werden erhöht sich das Gewicht des Wagens. Auch geht durch den Einbau des Tanks in den Kofferraum Stauraum verloren.
Die monovalente Antriebsart weist die größtmögliche Abgasreduzierung bei optimaler Motorleistung auf. Bei Dieselfahrzeugen kann der Dieselmotor durch einen monovalenten Gasantrieb ausgetauscht werden. Dies ist allerdings lediglich bei großen Nutzfahrzeugen, zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr zu empfehlen. Bei dieselbetriebene Personenwagen ist es in wirtschaftlicher und technischer Hinsicht jedoch nicht sinnvoll.
Für Neukauf eines Autos bietet die Automobilindustrie den Gasantrieb in seinen verschiedenen Variationen bereits serienmäßig an. Hier kann sich jeder beim Autohändler vor Ort optimal beraten lassen und so die für ihn beste Möglichkeit herausfinden.
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